Wow, der letzte Persona-Artikel hat wohl euer Interesse geweckt. Danke für eure E-mails und Kommentare. Ich habe darüber geschrieben, wie du mit Hilfe einer Persona fesselnden Content erstellst.

Ich habe schon viele dabei begleitet, ihre Personas zu erstellen. Und immer wieder höre ich Ähnliches wie: „Gut, dass wir die Persona erstellt haben. Ich hab das vorher ganz falsch eingeschätzt. Beim Erarbeiten haben wir haben so viel über die Zielgruppe gelernt. Jetzt wissen wir, welchen Content wir produzieren sollen.“

Damit du dir das besser vorstellen kannst, hier ein Beispiel von zwei angehenden Podcasterinnen.

Fast den Podcast an der Zielgruppe vorbei produziert

Die zwei angehenden Podcasterinnen betreiben eine Website, wo sie Lehrenden digitale Tools für den Unterricht näher bringen wollen.

Dazu passend möchten sie einen Pocdast zum Thema „Medien und Medienkompetenz“ produzieren. Sie haben natürlich schon die ersten Ideen gesponnen, wie denn das neue Baby aussehen kann.

So hat das erste Konzept ausgesehen:

  • „Erklärvideo in Podcast-Form“, eine Mini-Vorlesung zum Thema Medienkompetenz
  • Inhalte stark durchgetaktet
  • alle zwei Wochen eine neue Folge
  • gleich in der Früh für den Weg zur Arbeit
  • dynamischen Start in den Morgen

Gefahr: zu sehr von sich selber ausgehen

Dann haben sie sich daran gemacht, ihre Persona zu erstellen. Und plötzlich war alles anders. Sie haben erfahren, dass ihre Zielgruppe lieber am Abend Pocdast hört. Dabei sitzen sie gemütlich auf der Couch. Nichts mit „auf dem Weg zur Arbeit sich schnell mit Infos volltanken“.

Erst jetzt haben die zwei gemerkt, wie stark sie von sich selber ausgegangen sind.

Das perfekte Konzept für die Zielgruppe

Die Persona-Erstellung hat sie davor geschützt, falsche Inhalte zu entwickeln und sie nicht passend zu präsentieren. Sie hätten an der Zielgruppe vorbei produziert. Zeit und Mühe für umsonst.

Nach Auswertung der Persona-Daten haben sie das Konzept wie folgt überarbeitet:

  • wertvoller, informativer „Abendohrenschmaus“ (den man aber ohne Probleme auch am Nachmittag oder morgens hören kann)
  • niederschwellige Informationen, aber immer noch als informatives Gespräch zwischen den beiden Podcasterinnen und eingeladenen Expert:innen
  • lockeres Gespräch mit Anekdoten aus dem digitalen Schulalltag mit Tools und Begriffen aus dem Medienbereich
  • Informationen entspannter mit Maß und Spaß vermitteln
  • 35 Minuten lang
  • der geplante Jingle wurde ruhiger (der ruhigen Abendstimmung angepasst)

Sie haben auch erfahren, dass die Hörer:innen ihr bester Distributionskanal sind. Darum achten sie auf Bindung, um Weiterempfehlungen zu bekommen.

Die zwei neo Podcasterinnen haben jetzt die Gewissheit, dass nach diesem überarbeiteten Format eine Nachfrage besteht.

Wie schade wäre es gewesen, wenn sie bei ihrem ursprünglichen Konzept geblieben wären? Sie hätten Folge um Folge produziert, um vielleicht nach Monaten festzustellen, dass sich die Hörer:innen-Zahlen nicht weiterentwickeln. Jetzt wissen sie, wo die Reise hingeht.

Wie komme ich zu meiner Persona?

Du kannst dich jetzt durch Bücher wälzen und stundenlang das Internet nach Anleitungen durchforsten. Und dann anfangen, deine Persona zu erstellen. Mit der Gefahr – ohne jemanden mit Erfahrung als Sparring-Partner – in die falsche Richtung zu galoppieren.

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